27. September 2007

19-23 September - knappe 1800km weiter im Norden

Grade mal drei Tage raus aus Perth und es kommt mir wie ‘ne Ewigkeit vor.

Mittwoch ging es um halb acht los. 1 Stunde Fahrt, dann der erste
Stop: Yanchep National Park, noerdlich von Perth. Eigentlich
Tagesausflugsziel fuer Familien, denn Kangaroos und Koalas gibt es
hier in rauhen Mengen, aber die machen natuerlich nicht nur Kinder,
sondern auch deutsche Touristen gluecklich!
Weiter nach Norden und gegen 12 kamen wir dann auch am Tageshighlight
an - Pinnacles im Nambung National Park! Und sie sind auch
beeindruckend, die Flaeche auf der sie zu finden sind groesser, als
ich erwartet haette. So gross, dass einer unserer Passagiere verlorgen
ging - als wir ihn wieder hatten meinte er, dass er nichts als Sand
und Pinnacles gesehen haette - Scherzkeks ;)

Pinnacles

“Um die Ecke” schnell zum Mittagessen: cold meats and salad - nicht
schlecht und scheinbar bekamen wir auch alle satt.
Naechster Punkt: Horroretappe bewaeltigen!
Als wir in Kalbarri ankamen hatten wir Deutschland einmal Nord-Sued
durchquert - mahr als 750km - der Abend wurde dementsprechend schnell
beendet: Essen (was garnicht einfach zu bekommen war - mehrere
Busgruppen im Ort und alles “wegreservier”), Bier, Bett.

Die erste Aufgabe am naechsten Tag bestand darin unseren lieben
Fahrgaesten zu erklaeren, dass sie fuer’s Mittagessen selbst
verantwortlich sind und es dort, wo wir sein wuerden, kein Restaurant
gibt. Erst ein kleiner Aufstand, aber dann kauften alle beim
Supermarktstop fleissig ein. Gut, ab in den Kalbarri National Park. In
einer sonst recht flachen Bushlandschaft hat sich hier der
Murchison-River tief ins Gestein gegraben und spektakulaere Gorges
geschaffen. Die bekannteste Attraktion, und das wohl auch zurecht, ist
“Nature’s Window” - ein Loch in der Mauer, nur in ueberaus ansehnlich
und in schoenster Lage.

Natural window

Einem Thorny Devil, der uns ueber den Weg lief duerfte die
Aufmerksamkeit nicht ganz recht gewesen sein - so oft wurde er bislang
mit Sicherheit noch nie fotografiert (es sei denn er ist auch schonmal
einer japanischen Reisegruppe begegnet - Klischee lass nach). Was mich
total faszinierte - er trinkt kein Wasser, sonder laesst es sich ueber
Kanaele in der Haut direkt in den Mund transportieren!

Lunch gab es dann am Hawks Head-Lookout und scheinbar schmeckte auch
allen, was sie eingekauft hatten, alle schienen zufrieden (und es gab
auch keinen einzigen abwehrenden Kommentar als wir wieder zum
picnic-lunch anhielten).
Danach hatten wir mal wieder einen Fahrabschnitt zu bewaeltigen -
unglaublich wieviel Sauerei ein Schwarm Bienen auf einer
Windschutzscheibe hinterlassen kann!
Kurz vor dunkel, also knapp sechs Uhr, kamen wir in Monkey Mia an.
Entzuecken ueber die Zimmer und deren Lage (Dolphin Units) - wenig
Entzuecken ueber das, dank auch hier angekommener und bereits
erwaehnter Busgruppen, ausgebuchte, einzige Restaurant - wir bekamen
trotzdem noch einen Tisch. Bob und mich verschlug’s in die Monkey Bar
- value for money-Futter, gute Musik und Bier, gleich am Strand -
hoert sich schrecklich an, oder?! Backpackers paradise!

Freitag fruehmorgens bereits das Nonplusultra - DELPHINE! Anfassen
zwar verboten, aber sie kommen bis an den Strand, um sich ihre Fische
abzuholen. Der Tag konnte fuer die uns Anvertrauten ja nur gut werden!

Beeindruckender fand’ ich allerdings den Walk mit Capes, einem
Aboriginal Guide, dessen Familie seit knapp 6000 Jahren in der Shark
Bay area lebt - die einstuendige Tour dauerte dann zwei und ich habe
mehr ueber die Kultur der Malgana (das dort lebende Aboriginalvolk)
und v.a. das Verhaeltnis zur Natur und Gathaagudu (zwei Wasser - der
Aboriginalname der Shark Bay) gelernt, als nach einem ganzen
Lonely-Planet-Studium.
Aber irgendwann mussten wir auch weiter, also los: Stop am Shell Beach
(ein Strand aus Milliarden kleiner Herzmuscheln) und Lunch an den
Stromatoliten.


Sehen vielleicht aus wie profane Felsen, sind aber Cyanobakterien, die
diese “Fels”-formationen bilden und dabei Sauerstoff produzieren. Die
aeltesten gefundenen Stromatolitfossilien sind etwa 3 1/2 Milliarden
Jahre alt. Die “Jungs” und ihre Verwandten haben vermutlich ueber 2
Milliarden Jahre erstmal genug Sauerstoff produziert, damit fuer uns
nu genug da is.
DANKE STROMATOLIT! ;)
Weiter ging es nach Carnarvon, was aber nur einen strategischen
Zwischenstopp zur Uebernachtung darstellte.

Tags drauf brachen wir frueh auf, um moeglichst viel Zeit in coral Bay
verbringen zu koennen! Warum? Nun ja, weil Coral Bay das Gateway zum
Ningaloo Reef ist, kein rausfahren mit dem Boot noetign, dondern
einfach ins Wasser und los. Traumstrand plus Traumschnorchelgebiet -
perfekt!
Mit den Passagieren ging es auf eine 1-stuendige Glasbodenboottour -
erstaunlich gut, aber selbst erschnorcheln bekommt von mir trotzdem
den Vorzug!
Doch auch der schoenste Tag und so weiter, also in den Bus und weiter
nach Exmouth - Passagiere ins Potshot-Resort (aus den Augen, aus dem
Sinn *g*), Bob und ich im Exmouth Cape Holiday Park. 1 Haeuschen mit
Kueche und ywei ueberaus ordentlichen Schlafzimmern - wunderbar! In
die Bar um die Ecke (meine teuersten Biere bisher!), dann einen Karton
(ein Carton enthaelt 30 Dosen Bier je 0.375ml) erworbend und zurueck
in unser “Chalet” - grade rechtzeitig zum von Chris zubereiteten
Abendessen!
Wer nun wieder Chris ist? Tourguide einer “normalen” Western
Xposure-Tour, die zu einem grossen Teil parallel zu unserer verlaeuft.
Also Futter, Bierchen und nette Gespraeche mit netten Menschen aus
Korea, Japan, Schottland, der Schweiz, Brasilien und, natuerlich,
“Team America”! Lustig is’ scho!

Naechster Morgen: Luxus! Es ging erst um 8 Uhr los - wunderbar!
Erstmal einkaufen (richtig: picnic-lunch) und ab in den Cape Range
National Park. Leuchtturm mit Wahnsinnsaussicht. Turquoise Bay -
Strand, schwimmen, schnorcheln am Ningaloo Reef - nicht mehr weg will!
Naja - irgendwann muessen wir aber weiter und es lohnt sich, denn die
Bootsfahrt auf dem “Yardie Creek” ist dank praechtiger Farben,
unzaehligen Voegeln und anderen Tierchen entlang des Creeks ueberaus
sehenswert. Ein Rockwallabie (bedrohte Art) beging den Fehler aus
seiner Deckung zu kommen und war dann wohl so verwirrt, dass es
vergass sich wieder zu verkruemeln, auf jeden Fall erging es ihm
aehnlich wie dem Thorny Devil ;)

Den Cape Range National Park will ich auf jeden Fall nochmal besuchen
und ein bisschen Zeit mitbringen!
Nachmittags verbrachten wir noch etwas Zeit damit nach Buckelwalen
Ausschau zu halten - leider vergeblich - was an so einem genialen Tag
aber auch nicht weiter stoerte. Dann war Schluss, wir verfrachteten
unsere Gaeste zurueck ins Hotel und gingen erstmal fleissig fuer die
naechsten Tage einkaufen und der Bus musste auch ein wenig gereinigt
werden - der Abend wurde aehnlich dem vorhergehenden verbracht -
ueberaus praktisch so eine zweite Gruppe, die sowieso kochen muss ;)!

Fortsetzung folgt!

19. September 2007

14 - 18 September - ab in den Sueden

Da waren sie also - puenktlich gelandet und halbwegs zuegig durch die Einreiseformalitaeten hatten Bob und ich die ersten 9 unserer Gruppe also gegen 2 Uhr nachts in ihrem Hotel abgeliefert.

Normalerweise hat Western Xposure Reisegruppen zw. 18 & 35 Jahren, Campinguebernachtungen: Backpacker. Meine Gruppe ist jedoch ein wenig anders. Eine Chartergruppe, deutschsprachig gefuehrt (was wohl mein Part ist), Durchschnittsalter jenseits der 60. Erster Eindruck: positiv. Alle scheinen aufgeschlossen zu sein und keiner der Gruppe ist zum ersten Mal in Australien! Da fallen einige grundlegende Erklaerungen schonmal weg.

Um 10 holten wir unsere Schaefchen dann am Hotel ab und der erste Tourtag konnte beginnen. Via York (erste inlaendische Siedlung in Westaustralien, damals zum Getreideanbau), ging es ueber Corrigin mit seinem wundervollen Hundefriedhof nach Hyden. Insgesamt nicht die spektakulaerste Etappe, aber unsere Gaeste hatten ja auch noch das Jetlag in den Knochen und die Strecke musste zurueckgelegt werden. Als wir ankamen regnete es aus Kuebeln, weshalb wir entschieden den Wave rock am naechsten Morgen in Angriff zu nehmen.

Weise Entscheidung, denn nach einer fuer alle Beteiligten willkommenen und erholsamen Nacht schien die Sonne und Wave Rock empfing uns in schoenster Farbenpracht. Ueber den Ruecken der Welle (was unsere Passagiere besonders entzueckte) ging es zu Hoppos Yawn - erste Station fuer ein Gruppenfoto - natuerlich in der “Schnauze”. Ein guter Start, Mulka’s Cave wurde gern mitgenommen, aber nun waren erstmal einige Stunden Fahrt angesagt. Der naechste Stopp hiess Stirling Ranges Nationalpark. Auch diese Felsformation und ganz besonders der gewaltige Laerm, den der sich am Berg brechende Wind verursachte, hinterliessen gehoerigen Eindruck. Weiter ging es nach Albany, der aeltesten Siedlung Westaustraliens. Einer kleinen Rundfahrt durch die Stadt (mehr als 30.000 Einwohner - fuer Westaustralien beinahe eine Grossstadt) folgte die Fahrt zu einem Aussichtspunkt, der zur einen Seite den “Princess Royal Harbour” und zur anderen die Stadt selbst hatte. Nach ein paar Bier und einem ordentlichen Abendessen verschwanden alle recht schnell im Bett - Tourguides eingeschlossen.

canal-rock.JPG

Sonntag um 7:30 war schon wieder Abfahrt angesagt - der Tag wurde der bislang mit Abstand spektakulaerste! Beim Torndirrup Nationalpark mit den sehenswerten Granitformationen “Natural Bridge” und “The Gap” (mit Brandung wie an diesem Tag nochmal aufgewertet) und den “Blowholes” angefangen ueber den William Bay Nationalpark (Greens Pool - ein unheimlich schoener Strand), bis zum Valley of the Giants (Baumriesen und der bekannte Tree Top Walk) eines atemberaubender als das andere und ein ums andere mal war es nahezu Arbeit unsere Gruppe in den Bus zurueck zu bekommen. Nach dem Mittagessen in Walpole begann der anstrengende Teil des Tages - auf den letzten 250km gab es nurnoch einen echten Stopp - Gloucester Nationalpark mit dem mehr als 60m hohen ehemaligen Waldbrandueberwachungsbaum “Gloucester Tree”. 15 Minuten Zeit? Na dann nichts wie los - irgendeiner muss ja raufklettern - in diesem Fall ich und es hat sich gelohnt - riesen Aussicht und einfach das gute Gefuehl oben zu sein ;) Ach ja - ne Treppe gibt’s da sich, sondern einfach nur Eisenstangen, die in den Baum geschlagen wurden - interessante Leiterkonstruktion. Nachdem ich in time wieder am Boden war machten die Voegel am Parkplatz unseren Abfahrtsplaenen einen gehoerigen Strich durch die Rechnung, da sie einem im wahrsten Wortsinne aus der Hand fressen und damit eine puenktliche Weiterfahrt de facto ruinierten, denn man will ja ein Foto mit einem der farbenpraechtigen Voegel auf dem/der Arm/Hand/Schulter/Kopf haben - gegen “Bezahlung” mit einigen Kekskruemeln oder auch Chips garkein Problem. Gegen 6 und gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit (und damit einhergehender Verzigfachung des Unfallrisikos durch Getier auf der Strasse) erreichten wir Augusta. Die Zimmer waren eine 70er-Jahre-Ueberraschung mit Originalmoebeln, aber gluecklicherweise durchaus sauber - keonnte schlimmer sein, auch wenn unsere Passagiere (zurecht) etwas anderes erwarteten - die naechsten werden nicht enttauescht werden! Wenigstens das Essen war sehr gut, reichlich und guenstig - Countrypub eben!

the-bridge.JPG

Der Montag war eine Fahretappe mit netten Unterbrechungen. Erstmal zum Cape Leeuwin, dem suedwestlichsten Punkt Australiens, wo sich der Indische und der grosse Suedliche Ozean treffen. Leider hatte der Leuchtturm noch geschlossen, doch auch das Kap selbst gab dank ordentlicher Brandung ein schoenes Motiv ab. Weiter ging es via Margret River zur Ngilgi Hoehle, einer spektakulaeren Tropfsteinhoehle, die bereits seit mehr als 100 Jahren fuer Besuch geoeffnet ist. Nach dem Mittagessen liessen wir uns an Canal Rocks von der mehr als ausreichend vorhandenen Gischt in Verbindung mit einsetzendem Regen “nass machen’. Kleine Weinprobe am Capel Vale-Wineyard und Stopp am bereits erwaehnten “Centre of the Universe” und dann waren wir auch in Perth.

Letzte Nacht mussten die 3 nachreisenden Passagiere abgeholt werden - geplante Ankunft 00:30 Uhr - eigentlich schlimm genug. Als Bob und ich gegen Mitternacht am Flughafen ankamen, erschreckte uns die Anzeigetafel allerdings ganz gewaltig: Verspaetung - wahrscheiniche Ankunftszeit 4:00 Uhr - MORGENS - unsere Freude war grenzenlos. Schnell zu Bob und noch zwei Stunden Schlaf abbekommen. Um 4:20 landete die Maschine dann tatsaechlich und unsere Gaeste kamen relativ entspannt aus der Pass- und Gepaeckkontrolle, also schnell zum Hotel und weiter zum YHA - eine Stunde Schlaf war immerhin noch drin…

Heute dann zum Glueck nur ein kurzer Tag: Stadtrundfahrt - Kings Park, Fremantle und Cottesloe Beach - fuer mich nichts neues aber schoen war es trotzdem.

Dass unsere Passagiere besonder auf Wildblumen aus sind versteht sich zu dieser Jahreszeit im Suedwesten von selbst, doch bis jetzt waren richtige Blumenteppiche leider nicht aufzutreiben - hoffen wir auf Shark Bay.

wildflowers-kings-park.JPG

Ich darf jetzt noch waschen, packen, schlafen und dann werde ich Perth den Ruecken kehren - diesmal wohl auf nicht absehbare Zeit, leider, denn die Stadt hat’s mir angetan udn das YHA werd’ ich auch vermissen! Den naechsten Bericht gibt es vermutlich erst in mehr als einer Woche aus Broome, es sei denn aus unerfindlichem Grund habe ich zwischenzeitlich noch Zeit und Internetzugang ;)

Wichtige Infos fuer alle, die jemals nach Australien wollen und erst recht fuer alle, die mit Australien zu tun haben:

www.toiletmap.gov.au - was hatten wir Spass, als wir das waehrend der Vorbereitung gefunden haben!

12. September 2007

9 - 12 September - Kuestentour und viiiieeeel Arbeit

So, letzter Blog, bevor sich herausstellen wird, ob ich bester Tourguide von ganze grosse Welt bin (natuerlich nach Bob) oder das doch lieber lassen sollte! Fuer die Gruppe kann ich nur hoffen, dass ich meine Erwartungen nicht enttaeusche ;)

Aber langsam - Sonntag ging’s erstmal noch auf einen entspannten Roadtrip mit Anissa und Byron die Kueste entlang Richtung Sueden. Da wir erst recht spaet (halb 11) in Perth loskommen erstmal auf den Highway und meinen wichtigsten Begleiter, meinen MP3-Player, eingestoepselt - Anissa ist von deutscher Musik fasziniert, findet’s nur schade, dass sie kein Wort versteht ;) Byron im Fond wird etwas quaengelig, also erstmal ein Stop am Roadhouse @ the centre of the universe(allein die Fotos davon sind ein Grund moeglichst bald die Bilder hochzuladen!) - natuerlich mit adaequater Begruendung, warum gerade das, das “Centre of the universe” ist: von hier aus ist in alle Richtungen Unendlichkeit - einleuchtend, oder?! Detailliertere Begruendung gefaellig? Nun gut: http://www.thecotu.com/frame_about.html

centre-of-the-universe.JPG

Nebenbei bemerkt ist der Burger auch durchaus einen Stop wert ;)

Weiter nach Sueden - naechster Stop Bunbury, wo das Dolphin Discovery Centre auf uns wartete - kleine Enttaeuschung: keine Delphine, aber hey, immerhin einige Infos und kuerzlich angespuelte Babyschildkroeten, die hier aufgezogen werden, direkt dahinter der Strand und eigentlich taeglich zweimal Dolphin-watching-Touren - nur fiel die fuer 14 Uhr angesetzte an unserem Besuchstag natuerlich aus… Nun gut.

Bunbury bot an diesem Sonntag aber auch noch eine Boat Show und fuer eine halbe Stunde kann so ein Speedboat in Action tatsaechlich eine recht interessante Sache sein.

Weiter Richtung Busselton - auf dem Weg begegnete uns dann “zufaellig” eine Winery, wo ich dann doch ein bisschen was probieren “musste” - not bad, aber ich hatte schon bessere australische - nun gut, die Preise hier waren auch noch im vernuenftigen Rahmen *g* Da Byron aber hier nun wirklich zu kurz kam stoppten wir auch noch an einer der Kaesereien entlang des Wegs - ich frage mich nur, weshalb hier alles nur Cheddar ist - verschiedene Geschmacksrichtungen, aber alles Cheddar… Nun gut - is halt so und fuer Cheddar war das Zeug auch wirklich lecker ;)

Weiter, denn Anissa wollte in Busselton noch eine alte Freundin besuchen - wir schafften es auch noch eben so zum Bueroschluss zu ihrem Buero (ja, Sonntags) und schauten uns zwei Beispielhaeuser an. Ob Anissa da wohl was vorhat? Anyway - der Stil der hier momentan verbaut wird ist ziemlich einheitlich - kaum Abwechslung drin und eigentlich alles eingeschossig. Ueber die letzten Jahre sind die “real estate”-Preise in Western Australia-Preise dank der, auf Grund der zahlreichen und immer mehr werdenden Minen, florierenden Wirtschaft und der benoetigten, zugezogenen Arbeitskraefte bereits explodiert - und bis 2015 wird erwartet, dass sich die Bevoelkerung Westaustraliens von ca. 2.2 Millionen aktuell auf ca. 3 Millionen erhoeht - dass die Preise fuer’s erste nicht sinken werden duerfte damit klar sein - ganz im Gegenteil.

Kurz nach fuenf schaffen wir’s zum Busselton Jetty (Bootssteg) - ein ueberaus beeindruckendes Exemplat mit einer Laenge von ueber 1.8km. Nach fuenf schliesst das Visitorcentre (heute haben wir’s aber mit Centren) und es wird kein Eintritt mehr faellig - wundervoll! Dass das Underwater Observatory somit auch geschlossen hat stoert mich nicht weiter - 1.8km raus auf’s Meer, den locals beim Fischen zuschauen und bei Sonnenuntergang “ueber’s Wasser” laufen hat durchaus seinen Reiz. Byron bekamen wir jedoch nicht dazu ueberredet ueber die Holzkonstruktion, der er scheinbar nicht ganz traute, mit bis ans Ende des Stegs zu kommen, weshalb Anissa und Byron auf halbem Weg umdrehten und ich alleine weiter musste - auch gut, Fotos!

busselton-jetty.JPG

Zurueck am Strand verschwand gerade die Sonne am Horizont - perfektes Timing - Zeit fuer’s Abendessen. Fish & Chips in Busselton sind gewaltige Portionen - zwei Stuecke Fisch plus ein wirklicher BERG Pommes - ich hab’s beim besten Willen nicht gepackt.

Gegen 9 sind wir zurueck in Perth und haben auf dem Rueckweg festgestellt, dass die Welt verdammt klein ist - wen man nicht alles kennt ;)

Die letzten drei Tage verbrachte ich im Buero von Western Xposure. Morgens um sieben wurde ich, zusammen mit den Passagieren, am YHA abgeholt und die Fahrt ging erstmal zum Bahnhof. Von allen moeglichen Hotels und Hostels abgeholte menschen treffen am Bahnhof aufeinander und werden dann, entsprechend der gebuchten Touren, auf die bereitstehenden Fahrzeuge verteilt.

Weiter geht es mit meinem “Fahrer” und Mentor Bob zum Headquarter - fast zumindest, denn Fruehstuck muss sein. Waehrenddessen sprachen wir schonmal ueber allgemeines zum Tourverlauf, dass unsere Gruppe wissen sollte, worauf sie sich einstellen muessen, dann ging’s ans Eingemachte. Erstmals sehe ich den Tourverlauf und die Namensliste laut dem Veranstalter der Reise. Wir besprechen leichte Veraenderungen am Verlauf, Hotelaenderungen und begannen damit das genaue Programm fuer die einzelnen Tage auszuarbeiten. Infos zu den Nationalparks, Staedten und Sehenswuerdigkeiten entlang unserer Route wurden gesammelt, ausgedruckt, arrangiert und wir schafften es Montas immerhin bis zum achten Tag: Monkey Mia - Delphine! Die kommenden Tage sahen aehnlich aus - immer mehr Infos, die Mappe ist inzw. komplett voll und irgendwie muss ich die wichtigsten Infos tageweise in meinen Schaedel bekommen, aber das wird schon und fuer Hilfe, Details und Fachwissen ist ja auch “Lexikonbob” zur Stelle.

Ich denke mit Bob werde ich eine hervorragende Zeit haben, denn der Mann ist wirklich ein wandelndes Westaustralienlexikon und kann erzaehlen. Teilweise werden wir von der Gruppe getrennt uebernachten - Einzelzimmer in Hostels und das eine oder andere mal werden wir, wie auf Western Xposuretouren an und fuer sich ueblich, auch campen.

Eigentlich hat sich Western Xposure auf Budgetreisen an der Westkueste spezialisiert - Uebernachtung in Hostels oder eben Camping - ideal fuer Backpacker. Unsere Gruppe jedoch ist “private Charter” - eine geschlossene Gruppe, die als solche schon aus Deutschland anreist und komplett in Hotels untergebracht ist.

Heute habe ich es dann doch auch tatsaechlich endlich geschafft einen Schneider aufzutreiben - 15 Dollar und die Schnaeppchenlevis passt auch von der Laenge - fair - und wenn ich schon dabei war, hab ich ihm gleich noch eine weitere zur Reparatur dagelassen *g*

Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es wird mit der Gruppe unterwegs zu sein und die ganze Zeit im Western Xposur-Polo als Guide durch die Gegend zu laufen - wird sicherlich interessant und ich denke eine tolle Erfahrung.

Morgen werden wir den halben Tag im Buero verbringen und den restlichen Tag “frei” haben - es bleibt noch einiges zu erledigen und vorzubereiten - wuenscht mir Glueck ;)

Das naechste Mal werde ich mich wohl nach dem Wochenende melden koennen, dann sind wir fuer zwei weitere Naechte in Perth und hier weiss ich ja inzw. wo ich ordentlichen Internetzugang finde. Eigentlich an jeder Strassenecke - es sei denn man rennt am ersten Jetlagtag beinahe blind durch die Gegend *g*

sundown-busselton.JPG

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